Architektur der Schwedischen Botschaft
Weißer Kalkstein, Glas und schwarzer Granit
Die Botschaft des Königreichs Schweden befindet sich im nordöstlichen Teil des Botschaftsensembles. Der Entwurf des Göteborger Architekten Gert Wingårdh greift die Ästhetik der klassischen schwedischen Moderne auf, etwa im Fensterband und dem Wandstreifen der Westfassade. Das Botschaftsgebäude öffnet sich mit den großen Glasfassaden von West- und Südfassade zur Plaza. Zur Straßenseite hin sind die Lamellen des Kupferbandes geöffnet und geben Einblick in das Botschaftsgebäude. Die beiden zur Plaza gerichteten Fassaden weisen – in Anlehnung an die Struktur des Kupferbandes – horizontal betonte Fensterreihen auf. Ansonsten unterscheiden sie sich jedoch stark voneinander. Die nach Süden gerichtete Fassade ist flächig mit weißem gotländischen Kalkstein hinterlegt, die Westfassade ist mit polierten schwarzen Granitplatten versehen, die streifenförmig angeordnet sind. Zentrales Element des viergeschossigen Innenhofs (Atrium) ist eine mit Birkenholz verkleidete Wendeltreppe, die alle Etagen verbindet. Auch die Wände sind mit diesem Holz verkleidet. In den Fugen sind schmale Kupferstreifen eingelassen, so dass sich eine gitternetzartige Struktur ergibt. Besucher werden entlang einer großen, gebogenen Kalksteinwand in das Gebäude geführt. Über einer Wasserfläche außerhalb des Gebäudes scheint der darüberliegende Konferenzraum zu schweben.
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Fakten: Schweden
Flagge Die schwedische Flagge ist viele Jahrhunderte alt. Ihr genaues Alter kann jedoch nicht mit Sicherheit bestimmt werden ... > mehr Die schwedische Flagge ist viele Jahrhunderte alt. Ihr genaues Alter kann jedoch nicht mit Sicherheit bestimmt werden. Erste gesicherte Zeugnisse stammen aus dem 16. Jahrhundert. Wahrscheinlich war die dänische Flagge Vorbild für die schwedische: Von ihr wurde das Kreuz übernommen. Die blau-gelbe Farbgebung geht vermutlich auf die Farben des Königswappens zurück.
Seit 1916 wird der 6. Juni als Tag der schwedischen Flagge gefeiert. 1983 wurde der Tag schließlich schwedischer Nationalfeiertag. Es gibt etwa 15 festgelegte Flaggentage, darunter Feiertage innerhalb der königlichen Familie, der 1. Mai, der Wahltag bei Reichstagswahlen, der UNO-Tag am 24. Oktober und der Nobel-Tag am 10. Dezember.
< weniger Nationalhymne Die schwedische Nationalhymne »Du gamla, du fria« geht auf die Melodie
eines alten Volksliedes zurück. Zu dieser aus der Provinz Västmanland
stammenden Melodie ... > mehr Die schwedische Nationalhymne »Du gamla, du fria« geht auf die Melodie eines alten Volksliedes zurück. Zu dieser aus der Provinz Västmanland stammenden Melodie schrieb der Volkskundler und Balladendichter Richard Dybeck (1811-1877) Mitte des 19. Jahrhunderts den Text. Um die Jahrhundertwende wurde das Lied immer häufiger gesungen, und im Laufe der Zeit allgemein als schwedische Nationalhymne betrachtet. Das Lied ist eine feierliche Hymne mit einer Anspielung auf vergangene Zeiten und stellt eine Huldigung an die Freiheit und Schönheit der Natur des Nordens dar.
1. Du gamla, Du fria, Du fjällhöga Nord, Du tysta, Du glädjerika sköna! Jag hälsar Dig, vänaste land uppå jord, Din sol, Din himmel, Dina ängder gröna.
2. Du tronar på minnen från fornstora dar, Då ärat Ditt namn flög över jorden. Jag vet att Du är och Du blir vad du var. Ja, jag vill leva jag vill dö i Norden.
3. Jag städs vill dig tjäna mitt älskada land, din trohet till döden vill jag svära. Din rätt, skall jag värna, med håg och med hand, din fana, högt den bragderika bära.
4. Med Gud skall jag kämpa, för hem och för härd, För Sverige, den kära fosterjorden. Jag byter Dig ej, mot allt i en värld Nej, jag vill leva jag vill dö i Norden.
< weniger Sprache Schwedisch wird von etwa 8,5 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen. Von ihnen leben etwa 8 Millionen in Schweden und ... > mehr Schwedisch wird von etwa 8,5 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen. Von ihnen leben etwa 8 Millionen in Schweden und knapp 265.000 als Finnisch-Schwedische Minderheit in Finnland. Schwedisch klingt wie Gesang – jedenfalls in den Ohren von Ausländern. Die Sprache wird oft als melodisch beschrieben, mit steigender und fallender Intonation, in Schwung gebracht durch die vielen Vokale. Die Umgangssprache ist stark dialektgefärbt. Unter den nordischen Sprachen ist Schwedisch die Sprache, die am fleißigsten im Ausland gelernt wird. Das Schwedische ist eine Sprache mit kurzen Wörtern, kurzen Sätzen und relativ einfacher Grammatik. Sie wirkt im Aufbau ähnlich wie die englische Sprache. Mini-Sprachkurs SchwedischGuten Tag – god dag Guten Abend – god kväll Hallo – hej Tschüß – hej då Danke – tack Entschuldigung – ursäkta Felleshus: Nordische Länder – Sprachen < weniger Nationalfeiertag Der Nationalfeiertag wird seit 1983 am 6. Juni gefeiert. Dieser Tag ist der Jahrestag der Wahl Gustav Wasas zum König ... > mehr Der Nationalfeiertag wird seit 1983 am 6. Juni gefeiert. Dieser Tag ist der Jahrestag der Wahl Gustav Wasas zum König im Jahr 1523 und der Annahme der neuen Verfassung 1809.
Die Schweden haben ein etwas reserviertes Verhältnis zum Nationalstaat. Sie sind stolz auf ihr Land, scheinen aber kein großes Bedürfnis zu verspüren, dies zu manifestieren.
Der König und die Königin nehmen jedes Jahr an einer Zeremonie zum Nationalfeiertag im Stockholmer Freiluftmuseum Skansen teil. Die blau-gelbe Flagge wird gehisst, und Kinder überreichen dem Königspaar sommerliche Blumensträuße. Am Nationalfeiertag wird auch eine Zeremonie abgehalten, um neue Schweden als Mitbürger willkommen zu heißen.
Der 6. Juni war früher kein Feiertag, und viele Menschen wurden erst durch die Beflaggung der Busse der Nahverkehrsbetriebe auf diesen Tag aufmerksam. 2004 beschlossen schwedische Politiker, den 6. Juni zum gesetzlichen Feiertag zu machen. < weniger Weihnachten Weihnachten heißt auf schwedisch Jul ... > mehr Weihnachten heißt auf Schwedisch Jul.
Adventszeit In der Adventszeit backt man Gewürzspekulatius (Pepparkakor) und schmückt das Haus weihnachtlich. Jeden Sonntag wird eine weitere Adventskerze angezündet, jeden Tag ein neues Türchen im Adventskalender geöffnet.
In der Adventszeit ist Glögg, ein Glühwein mit Mandeln, Rosinen und Gewürzen, ein beliebtes Getränk.
Am 13. Dezember wird das Lucia-Fest gefeiert. Zuvor gibt es in jeder Gemeinde den Lucia-Wettbewerb. Eine junge Frau (mit langem, möglichst blondem Haar!) wird durch einen Wettbewerb zur Lucia gewählt. Sie ist die Hauptperson des Lucia-Zuges und geht mit einer Lichtkrone und ihrem Gefolge durch Schulen, Altersheime und andere soziale Einrichtungen. Dazu gibt es den Lucia-Kaffee mit Safrangebäck (Lussekatt). Zu Hause wird frühmorgens mit Kaffee und Safrangebäck gefeiert.
Am Uppesittarkväll, dem 23. Dezember, werden einige Geschenke eingepackt und manchmal auch kleine Reime dazu geschrieben.
Heiligabend Der Weihnachtsbaum wird mit Glaskugeln, Lametta und Kerzen geschmückt. Im Haus sind bereits weihnachtliche Gardinen aufgehängt worden, an Heiligabend werden noch rote Tischdecken, Kerzen, Strohfiguren und Wichtel hervorgeholt.
Die wichtigsten Bestandteile des Weihnachtsessens sind Schinken, Hackfleischbällchen (Köttbullar), Würstchen, Hering, Lachs und Milchreis. Zum Essen wird Limonade (Julmust) oder Weihnachtsbier getrunken. Und zum Hering darf Schnaps nicht fehlen. Nach dem Festessen kommt der Weihnachtsmann (Jultomten) und verteilt die Geschenke.
Weihnachtsfeiertage Der erste Weihnachtsfeiertag beginnt für viele Schweden mit einer gut besuchten Christmette. Gewöhnlich wird dieser Tag zu Hause mit der Familie verbracht und man isst Reste des reichhaltigen Büfetts vom Vorabend. Dies gilt auch für den zweiten Weihnachtsfeiertag.
Ein wichtiger Tag in Schweden ist der 13. Januar, auch Tjugondedag Knut genannt. Es wird in einigen Haushalten getanzt und der Weihnachtsbaum wird spätestens an diesem Tag aus dem Haus getragen.
< weniger Ostern Ostern heißt auf schwedisch Påsk ... > mehr Ostern heißt auf Schwedisch Påsk.
Zur Osterzeit ersetzen Birkenruten – in allen Regenbogenfarben mit bunten Federn geschmückt – das Grau der spätwinterlichen schwedischen Wochenmärkte. Ihr Vorbild sind die bunten »Palmenwedel«, mit denen man den Palmsonntag in Mitteleuropa schon lange feiert.
Zum Osterschmuck gehören gelbe Narzissen und natürlich Birkenzweige, die mit bunten Eiern und kleinen gebastelten Hexen und Küken behängt werden. Die Ostereier werden noch heute mit Hilfe von Zwiebelschalen, Ähren und Birkenlaub gefärbt. Sie werden um die Eier gebunden und mit ihnen zusammen gekocht. So ergeben sich auf der Schale hübsche Muster. Eng mit dem Osterfest verbunden sind auch der Lachs, der traditionell als Karfreitags-Essen serviert wird, und das Osterlamm.
In Anlehnung an alte Osterbräuche schminken und verkleiden sich kleine Kinder mit Kopftüchern und langen Röcken. Sie ziehen dann mit einem Kaffeekessel oder Korb von Haus zu Haus in der Erwartung, die Erwachsenen mögen diesen mit Münzen und Süßigkeiten füllen. Die Kinder nennen sich Osterweiber oder Osterhexen. Sie erinnern damit an die Hexen, die im schwedischen Volksglauben zu Ostern auf den Berg Blåkulla, den schwedischen Brocken, zum Teufel flogen. Noch heute explodieren in der Osternacht Feuerwerkskörper, und in Westschweden entzündet man Osterfeuer, um sich in bewährter Weise die Hexen vom Leibe zu halten.
< weniger Sommer Um Mittsommer erstrahlt der schwedische Sommer in saftigstem Grün, die
Nächte sind hell – und die hellste von ihnen ist die Mittsommernacht.
Im nördlichen Schweden ... > mehr Um Mittsommer erstrahlt der schwedische Sommer in saftigstem Grün, die Nächte sind hell – und die hellste von ihnen ist die Mittsommernacht. Im nördlichen Schweden geht die Sonne überhaupt nicht unter. Der Mittsommertag wurde ursprünglich am 24. Juni zum Gedenken an Johannes den Täufer begangen. Seit 1953 wird er am ersten Samstag nach dem 24. Juni gefeiert. Der Tag vor Mittsommer, also der Freitag, wird traditionell auf dem Lande verbracht. Man beginnt den Tag damit, Blumen zu pflücken und Kränze für den Maibaum zu binden. Der Maibaum wird an einem öffentlichen Platz errichtet, und um ihn herum werden traditionelle Spiele und Tänze aufgeführt, an denen Kinder und Erwachsene ihre Freude haben. Die Jugendlichen, die sich genau zwischen den Altersgruppen befinden, ziehen sich zurück und warten den Abend ab. Ein typisches Mittsommeressen besteht aus Matjes, gekochten Dillkartoffeln, Dickmilch mit Rahm und gehackten roten Zwiebeln. Danach etwas Gegrilltes, vielleicht Rippchen oder Lachs, und zum Nachtisch die ersten Erdbeeren des Sommers mit Sahne. Zum Essen werden kaltes Bier und Branntwein serviert, gern ein Kräuterschnaps. Der Mittsommer ist von einer gewissen Nostalgie umgeben. Im Inneren der schwedischen Volksseele sind sich alle einig, wie ein Mittsommerfest aussehen und wie es ablaufen soll. Nach dem Abendessen wollen deshalb viele noch immer zum Tanz gehen, genau wie früher: auf einer von Birken umgebenen Tanzfläche an einem See, auf den sich langsam der Nebel herabsenkt. Und wo die Klänge der Tanzkapelle von den Felsen des anderen Ufers widerhallen. Mittsommer ist wie Pfingsten auch ein sehr beliebtes Fest für Trauungen und Taufen. Die Zeremonien sollten am liebsten in einer Kirche auf dem Lande stattfinden, mit laubumkränzter Tür und bei schönen Kirchenliedern. (Auszug aus der Publikation »Traditionen und Festbräuche. So feiern die Schweden« von Po Tidholm und Agneta Lilja, herausgegeben vom Schwedischen Institut in Stockholm.) Felleshus: Nordische Länder – Klima < weniger Sport Schweden ist ein Land mit guten natürlichen Voraussetzungen für Sport.
Im Winter läuft man Ski und Schlittschuh, und im Sommer werden alle ... > mehr Schweden ist ein Land mit guten natürlichen Voraussetzungen für Sport. Im Winter läuft man Ski und Schlittschuh, und im Sommer werden alle Wassersportarten, zum Beispiel Segeln und Paddeln, ausgeübt. Wie Norwegen und Finnland verfügt auch Schweden über das Jedermannsrecht – ein Recht, das unter anderem den freien Zugang zur Natur garantiert, unabhängig davon, wem der jeweilige Grund und Boden gehört. Wie sportbegeistert die Schweden sind, sieht man daran, dass ungefähr ein Drittel der Bevölkerung einem der 22.000 Sportvereine oder der 11.000 Betriebssportclubs angehört. Eine recht junge Sportart in Schweden ist das Innebandy (dt. Unihockey, engl. Floorball), ein dem Hallen- oder Eishockey ähnliches Spiel. Erstmals spielte man Innebandy in Göteborg in den 80er Jahren. Bei diesem Hallensport treten zwei Mannschaften gegeneinander an; sie versuchen, möglichst viele Tore zu schießen. Die beiden Mannschaften bestehen jeweils aus fünf Spielern und einem Torwart. Innebandy eignet sich vortrefflich als Schulsport, weil es verschiedene Variationen gibt, so dass man auf individuelle Voraussetzungen der Schüler Rücksicht nehmen kann. Außerdem sind die Regeln einfach zu lernen. Innebandy in Schweden: www.innebandy.se < weniger
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